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Diagnose Krebs: Spezialisten für alle erdenklichen Fälle

Für die stationären und ambulanten Patienten im Klinikum Nürnberg ergeben sich keine Veränderungen: unsere ausgewiesenen Spezialisten sind sofort vor Ort - auch nach dem Ende des CCC Erlangen-Nürnberg.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 430.000 Menschen neu an Krebs. Experten schätzen, dass die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen wird. Doch in den letzten Jahren hat sich gerade in der Krebsbehandlung sehr viel getan. Um das vorhandene Wissen stärker zu vernetzen, fördert die Deutsche Krebshilfe elf so genannte Comprehensive Cancer Center (CCC) in Deutschland.
Eines davon war das CCC Erlangen-Nürnberg zwischen dem Universitätsklinikum Erlangen und dem Klinikum Nürnberg. Das Universitätsklinikum Erlangen hat diese Kooperation vor ein paar Monaten aufgekündigt und plant nun mit den Kliniken Bamberg und Bayreuth ein CCC-Erlangen-Europäische Metropolregion. "Erlangen hat den Vertrag gekündigt aus Gründen, die mit der Behandlung von Krebspatienten letztendlich nichts zu tun haben", erläutert Prof. Martin Wilhelm.

"Das CCC hätte vom Klinikum profitiert"
Der Chefarzt der Onkologie im Klinikum Nürnberg bedauert den Schritt des Uniklinikums, legt aber Wert darauf, dass "sich für die stationären und ambulanten Patienten im Klinikum Nürnberg nichts ändern" werde. Im Klinikum Nürnberg gebe es "für jede erdenkliche Situation des Patienten einen ausgewiesenen Spezialisten, der auch sofort vor Ort ist". Das gelte gleichermaßen, ob es nun um ganz seltene Erkrankungen gehe, um ausgewiesene Expertise bei ambulanten Chemotherapien, um psychologische Unterstützung, um die Behandlung von Begleiterkrankungen oder die Palliativmedizin.

 

"Das CCC hätte sicher von der Expertise eines der größten und erfahrensten Krankenhäuser Deutschlands profitiert, gerne hätten wir die Expertise unseres Interdisziplinären Onkologischen Zentrums (IOZ), von insgesamt acht ausgewiesenen Organzentren und des Studienzentrums im Klinikum zur Verfügung gestellt", betont der Chefarzt.

Das unterstreicht auch Dr. Michael Rottmann, der das IOZ koordiniert. Er verweist auf das Brust- und das Prostatazentrum, das Darm-, Haut-, Lungen- sowie das Kopf-Hals-Tumorzentrum, das Kompetenzzentrum Neuroonkologie und das gynäkologische Krebszentrum, die allesamt von den entsprechenden Fachgesellschaften zertifiziert sind und auf höchstem Niveau arbeiten.

Zweit- und Drittmeinung inklusive
Ein wesentliches Merkmal der interdisziplinären Zusammenarbeit in diesen Zentren sind die regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen im Klinikum Nürnberg. Dort werden die Fälle von Experten aus den jeweilsbehandelnden Kliniken, der Pathologie und der Radiologie, aus Onkologie, Chirurgie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Psychosomatik diskutiert.

Dann wird im Konsensprinzip ganz individuell für jeden Patienten ein Therapiekonzept erstellt. "In den Tumorboards, zu denen sich übrigens auch niedergelassene Ärzte anmelden können, generieren wir aus all den beteiligten Fachdisziplinen eine Meinung, die dann den Betroffenen als die Essenz des gesamten Expertenwissens zur Verfügung steht, die Zweit- oder Drittmeinung ist dabei quasi inklusive", erläutert Rottmann.

Information:
Dr. Michael Rottmann, IOZ-Koordinator, Tel. 0911 398-3052, E-Mail: onkologie@klinikum-nuernberg.de,
Krebstelefon: 0911 398 -114811 (Mo bis Do 9 bis 15, Fr bis 14 Uhr)

Autorin/Autor: Krebszentrum Klinikum Nürnberg