Warum beteiligen wir uns an klinischen Studien?

Jeder Patient erwartet von seinem Arzt eine wirksame Therapie mit möglichst wenig unerwünschten Nebenwirkungen. Doch nicht für alle Erkrankungen gibt es schon eine effektive Therapie. Sei es, weil die zur Verfügung stehenden Therapien nicht ausreichend wirksam sind oder sie den Patienten zu stark belasten. Deshalb wird stets gezielt nach neuen und wirksameren Medikamenten und Therapien gesucht.

Klinische Studien haben das Ziel, die für eine bestimmte Krankheit beste Behandlung zu finden. Dies kann bedeuten, dass eine bestehende Therapie weiter verbessert wird oder dass neue Wirkstoffe bzw. Behandlungen auf ihre Anwendbarkeit und ihren Erfolg hin überprüft werden.

Bis zur Zulassung eines neuen Medikamentes bzw. einer neuen Therapie ist es jedoch ein langer Weg. Von der Entwicklung bis zur Zulassung vergehen oft zehn bis 15 Jahre. Zunächst findet die Entwicklung eines Wirkstoffes im Labor statt. Erst wenn ein Medikament diese präklinischen Phasen erfolgreich durchlaufen hat, finden klinische Prüfungen statt, die in vier Phasen (I bis IV) unterteilt sind.

Im Rahmen klinischer Studien haben Patienten die Möglichkeit, neu entwickelte Medikamente bereits zu einem Zeitpunkt zu erhalten, an dem diese auf dem freien Markt noch nicht zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund beteiligt sich das Klinikum Nürnberg an klinischen Studien.

Studienpatienten werden intensiv betreut und medizinisch überwacht. Die Teilnahme an einer Studie ist freiwillig und den Patienten entstehen durch die Behandlung keine Kosten.

Autorin/Autor: Studienzentrum Klinikum Nürnberg